Paintball – sicherer Spaß oder gefährliche Freizeitbeschäftigung?

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Paintball basiert auf dem in den 1980er Jahren entstandenen Gotcha, grenzt sich von diesem aber ab. Es ist ein Mannschaftssport, bei dem immer zwei Teams gegeneinander spielen. Die Teams bestehen dabei aus zwei bis zehn Personen und treten auf einem vorgegebenen Spielfeld gegeneinander an. Die Gegenspieler werden mit Luftdruckwaffen, den sogenannten Markern, beschossen. Die Munition sind mit Lebensmittelfarbe eingefärbte Gelatinekugeln, die beim Aufprall zerplatzen und bei Treffern den Gegenspieler markieren. Markierte Spieler müssen das Spielfeld räumen und dürfen weder aktiv noch passiv am weiteren Spielverlauf teilnehmen. Ziel des Spiels ist die Eroberung der gegnerischen Flagge. Dies ist nur möglich, wenn das Team auch als solches handelt. Spezielle Helme mit Visier zum Schutz von Kopf und Gesicht sind Pflicht. Eine lange Kleidung und hohes festes Schuhwerk sollten zusätzlich immer getragen werden.

Ist Paintball gefährlich?

Paintball ist statistisch gesehen die sicherste Sportart weltweit mit einer Unfallquote von 0,31 Verletzungen auf 1000 Personen jährlich. Fußball mit einer Quote von 10,54 oder Basketball mit 22,04 sind dabei wesentlich risikoreicher und selbst die Gymnastik ist mit 7,13 viel gefährlicher als Paintball. Dieses sehr niedrige Verletzungsrisiko ist dem Umstand zu verdanken, dass Paintball ein berührungsfreier Sport ist. Durch Kleidung und Gesichtsschutz ist man vor den Geschossen ausreichend geschützt, lediglich mit blauen Flecken muss man bei diesem Sport immer rechnen. Der einzige Gefahrenfaktor liegt wohl in den Markern und deren Gasflaschen. Da diese unter Druck stehen muss man darauf achten, dass nicht zu große Verschleißerscheinungen auftreten, Ventile oder gar die Flasche an sich beschädigt werden. Denn wird der Innendruck zu groß, können die Gasflaschen platzen oder Ventile abplatzen. Und auch die Munition ist unbedenklich und ungiftig. Die Kugeln bestehen aus mit Lebensmittelfarbe eingefärbter Gelatine, lassen sich aus der Kleidung einfach wieder auswaschen und sind auch für die Natur unbedenklich, da sie biologisch abbaubar sind. Um die Sicherheit zu gewähren, ist immer ein sorgfältiger Umgang mit Ausrüstung und Mitmenschen Voraussetzung. Man sollte nur Teile von bekannten Herstellern erwerben, mit den Markern und insbesondere mit den Druckflaschen nicht experimentieren und vor allem nicht auf einen ungeschützten Kopf zielen. Wird dies eingehalten, so ist die Sicherheit garantiert und dem Spielspaß steht nichts im Weg.

Ein rechtlicher Hinweis zum Schluss

Die Paintballmarker fallen unter das Waffengesetz und dürfen damit erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr benutzt werden. Zudem ist Paintball nur in geschlossenen Räumen mit Einverständnis des Eigentümers und auf dafür vorgesehenen freien Spielstätten erlaubt. Außerhalb dieser Bedingungen drohen Anzeigen wegen Führens einer Schusswaffe, Ausübung der tatsächlichen Gewalt und der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Darauf droht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren auf Bewährung. Ist man bereits vorbestraft, fallen die rechtlichen Konsequenzen härter aus. Wer also keine Anzeige riskieren will, sollte Paintball nur innerhalb des gesetzlichen Rahmens spielen.

Foto: Grafvision – Fotolia

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